Jungjäger
06.02.2012
Extra-Portion Wolf
Vor einigen Wochen hatte unser Jungjägerkurs die Idee Britta Habbe von der Landesjägerschaft Niedersachsen einzuladen, um über ihr Spezialgebiet "Wolf" zu referieren und uns einen Überblick über die aktuelle Lage zu geben. Kaum war die Idee gefasst, wurde eine Einladung ausgesprochen, der Britta Habbe gerne und mit Freude nach kam.

So traf sich der Kurs am 2. Februar eine halbe Stunde eher als üblich. Durch die aktuellen Sichtungen eines Wolfs in der Region war das Interesse der Zuhörer endgültig geweckt. Der Vortrag, der eine halbe Stunde dauerte, umfasste alles: von der Biologie, den Erkennungsmerkmalen, der Ausbreitung und den aktuellen bestätigten Sichtungen von Wölfen.

Wofür eine "Trage"? Radio Bremen ist schlampig geworden
Nachdem all unsere Fragen beantwortet und unsere Neugier gestillt wurde, wendeten wir uns nach einer kurzen Pause mit neuem Elan den Wildkrankheiten, dem eigentlichen Thema des Abends zu.
Frau Habbe sei an dieser Stelle noch mal für ihren interessanten Vortrag herzlich gedankt.
Coralie Herbst
31.01.2012
Winterpause endlich vorbei - Praxis mit Büchse und Flinte
Samstag, 28. Januar 2012: Auf diesen Termin hat der gesamte Jungjägerkurs lange gewartet. Endlich wieder Praxis mit Büchse und Flinte. Leider waren die Umbauarbeiten an den Schießständen noch nicht komplett abgeschlossen, so dass nur zwei Rotten gebildet werden konnten. Aber für den nächsten Samstag, beim nächsten Praxisteil, wurde die Fertigstellung der Baumaßnahmen zugesagt.

Die erste Gruppe (Rotte) begab sich dann umgehend ab 9:00 Uhr auf den Skeet - Schießstand. Dort wurden sie bereits von dem Ausbilder J. Schmidt erwartet. Die Arbeitsgeräte, sprich Flinten, wurden entweder von der Jägerschaft gestellt oder kamen aus dem eigenem Besitz der Jungjägeranwärter. Das mit ausreichend Munition auf die Stände gegangen wird, war noch aus der Routine vom letzten Jahr hängen geblieben. Der Plan für diesen Übungstag sollte an den Ständen 1 und 7 stattfinden. Auf Stand 1 wurden jeweils drei Wurfscheiben von Hochhoch und Niederhaus beschossen. Danach wechselte die Rotte an das Niederhaus. Dort stellte der Ausbilder sechs Wurftontauben vom Niederhaus und drei vom Hochhaus bereit.

Parallel zur ersten Rotte arbeitet die zweite Gruppe an der Waffenhandhabung mit dem Ausbilder L. Woitaschik. Es standen zwei Büchsen bereit, Kaliber .308 und .222. Beide Büchse wurden vom Ausbilder intensiv erläutert und die Handhabung sehr anschaulich "rüber gebracht". Danach konnte jeder Teilnehmer die Arbeitsschritte (Laden, Stechen, Entstechen, Entladen, Öffnen) ausreichend üben. Dabei zeigt sich, dass sowohl Fingerspitzengefühl als auch ein sehr starker Daumen erforderlich ist, um jede Büchse in ihrem Betriebszustand sicher beherrschen zu können.



Ab ca. 11:00 Uhr konnten die Gruppen ihre Arbeitsbereiche tauschen und die Ausbilder starteten mit einem neuen Durchgang. Die Rotten trafen sich dann nach absolviertem Praxisteil kurz im Jägertreff. Dort wurde eine kleine Stärkung zu sich genommen und die nächsten Termine vereinbart.
Beide Ausbilder waren mit Ihrer Arbeit und der der Rotten sehr zufrieden und konnten ihren Feierabend im Jägertreff ausklingen lassen.
Florian Lucas, Lehrgangssprecher des Jungjägerkurses 2011/2012
19.01.2012
Jägerprüfung 2012
Der Landkreis Osterholz hat die Prüfungstermine bekannt gegeben.
Guck hier.
12.01.2012
Zum Begreifen: Lehrjagd Heidhof am 06.01.2012


Beginn für die Lehrjagd Heidhof war 8:00 Uhr. Nach einer ermunternden Begrüßung mit Hinweisen auf die Freigaben bezogen die Jäger, die Sitzfleisch und ruhige Nerven beweisen mussten, zuerst ihre Posten. In der Zeit wurden wir Jungjäger in verschiedene Treibergruppen verteilt. Dann ging es auch schon über Stock (oft genug auch drunter) und Stein daran das Wild auf die Läufe und im besten Fall vor die Büchse zu bringen.
Nach einer kleinen Mittagspause, die für einige sehr Glückliche ein kleines Kuchenstück bereit hielt, ging das Treiben weiter bis der Zeitpunkt erreicht war: 14 Uhr, Hahn in Ruh. Der ein oder andere konnte seinen Einsatz mit seinen feuchten Füßen beweisen. Nach und nach trafen alle auf dem Streckenplatz ein.
| | Nicht zuletzt auch das erlegte Wild, womit die nächste Arbeit in Angriff genommen werden konnte: das Aufbrechen des Wildes. Gerade hier beginnt der spannendste Teil des Jagdgeschehens für den werdenden Jungjäger, kann er hier doch mit eigenen Händen "begreifen" was einem tausend Bücher nicht erklären können. So wurde auch von Allen die Gelegenheit genutzt und mitunter schon Routine entwickelt. Auch die Wissenschaft kreuzte in dem Trubel hin und her und holte sich ihre Proben vom Schwarzwild ein, ein kleines Stück Muskel für genetische Untersuchungen und die Trachten für Reproduktionsuntersuchungen der weiblichen Stücke. |
Am Ende war dann das letzte Reh aufgebrochen, die Proben genommen, das Feuer angezündet und die Strecke vollständig. 12 Stück Damwild, worunter sich ein Knieper mit verhedderter Schnur befand, 8 Sauen, 17 Stück Rehwild und nicht zuletzt ein Fuchs, der von einem eifrigen Terrier und dem Einsatz von Schaufeln seinen Weg auf den Streckenplatz fand. So wurden beim Verblasen der Strecke auch die vier Signale geblasen.

Nach dem ereignisreichen Tag und der guten Portion an frischer Luft wurde dann in geselliger Runde beim Schüsseltreiben gut zugelangt. Nach der Kürung des Jagdkönigs wurde nicht zuletzt das Rätsel der kleinen Löffel gelüftet und der Abend mit einer guten Portion Eis beendet.

Coralie Herbst, Teilnehmerin des Jungjägerkurses 2011/2012
27.11.2011
Entkusseln im Heilsmoor
Aktiver Naturschutzeinsatz der Jagdscheinanwärter/innen

Am letzten Novemberwochenende wurden die Jagdscheinanwärter/innen der Jägerschaft Osterholz im Naturschutzgebiet Heilsmoor wieder praktisch unterrichtet.
Revierpächter Roger Varrelmann und Frank Jäger führten die 20 Teilnehmer ab 09:00 Uhr zunächst durch das Naturschutzgebiet, damit alle die Besonderheiten des Naturschutzgebietes kennen lernen. Hauptanliegen des Naturschutzes ist der Erhalt des Moores bzw. es wieder in den natürlichen Ursprung zu bringen. Der Wasserhaushalt spielt dabei eine entscheidende Rolle, daher werden u.a. Abflussgräben verschlossen sowie Bäume (Birken und Kiefern) entfernt, da diese dem Moor zusätzlich Wasser entziehen.
Bei der Exkursion durch das Naturschutzgebiet konnten die Teilnehmer neben zahlreichen Wechseln, Fährten und Spuren auch Stellen ausmachen, an denen das Schwarzwild gebrochen bzw. der Dachs gewurzelt hat. Die vielfältigen Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet und umfangreiche Informationen zur Jagd in einem Naturschutzgebiet vermittelt.

Im Anschluss packten alle Teilnehmer beim Entkusseln tatkräftig mit an, wobei Roger Varrelmann und Frank Jäger schon im Vorfeld zahlreiche Bäume umgesägt hatten. Schlagkräftig rückten so über 20 Personen mit Säge und Astschere den Birken, Kiefern und anderen Bäumen zu Leibe. Schnell wurde eine große Fläche von jeglichem Bewuchs freigelegt und das Material per Hand aus dem Moor zum Geestrand gezogen.
Nachdem das abgesteckte Ziel erreicht war stärkten sich die Teilnehmer mit Getränken und Bratwurst. Informationen über das Heilsmoor mit seinen Besonderheiten und Schönheiten wurden ausgetauscht und alle waren sich einig: Es hat allen viel Spaß gemacht und es war für den Naturschutz ein sehr sinnvoller Einsatz.
Text: Heiko Ehing; Fotos: Roger Varrelmann
26.11.2011
Bekanntschaft mit der Flinte - jetzt die Praxis
Für manche war es wirklich das erste Mal. "Der Rückstoß ist doch gar nicht so schlimm."


Erfolg: Die ersten "Tauben" wurden schon getroffen.-
Bei der Prüfung im April wird Skeet geschossen.
Fotos: Kirsten Wellmann
29.10.2011 Der erste Schuss - guck hier
21.09.2011
Eingerostete Jungjäger
Am Samstag, 17.09.2011, fand erstmalig wieder ein lehrgangsübergreifender (was für ein Wort!) Stammtisch statt. Der Termin war mündlich und in der "Blattzeit" rechtzeitig bekannt gegeben worden, trotzdem waren nur 12 Leute gekommen. Einer vom Lehrgang 2008/2ß09, eine vom Lehrgang 2010/2011, der Rest vom Superlehrgang 2009/2010. Wir haben erst ein bisschen Skeet geschossen, wobei einige doch verwundert feststellten, dass ihre Fähigkeiten merklich eingerostet waren.
Anschließend gabs dann lecker Torte bei Zeki, wir haben noch ein bisschen über die Jägerschaft gelästert und haben beschlossen, die Jungjägerin vom Lehrgang 2010/2011 zu adoptieren. Gegen 17 Uhr war dann Schluss. Alles in allem eine nette Veranstaltung, ich hatte mir nur ein paar mehr Teilnehmer gewünscht, zumal von der Obrigkeit auch niemand da war.
Heinz-Herbert Klemmer
05.09.2011
Neuer Jungjägerkursus beginnt am 13. September 2011
Die Jägerschaft Osterholz e.V. bietet auch in diesem Jahr einen Ausbildungskursus zum Jäger / zur Jägerin an.
Beginn ist am 13.09.2011 um 20:00 Uhr. Der Unterricht findet zweimal die Woche abends von 19:30 bis 21:30 Uhr und teilweise am Wochenende statt. Ausbildungsort: Arps Gasthaus, Myhler Str. 27 (B74) in OHZ-Sandhausen. Die Teilnehmer/innen erwartet ein umfangreiches Programm rund um das "grüne Abitur".
Themen sind u.a. Wildtierkunde, Waffenkunde/-recht, Behandlung des erlegten Wildes, Infos über Jagdhunde, Unterricht in Naturschutz, allgemeinem und speziellen Jagdrecht, praktischem Jagdbetrieb und vieles mehr. Auch die praktische Ausbildung kommt nicht zu kurz.
Sieben Reviergänge und die Teilnahmemöglichkeit an diversen Jagden runden das Ganze ab.
Anmeldungen und Infos unter 04795-95 34 28
Dagmar Kunze
Hier gibt es ein Anmeldeformular: online ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben, absenden.
13.08.2011
Lehrgangsübergreifender Jungjäger-Kaffeeklatsch
Einladung an alle, die 2009, 2010 und 2011 die Jägerprüfung gemacht haben:
Erst Skeetschießen, dann Kaffee und Kuchen bei Zeki mit allgemeinem Kennenlernen und Beschnuppern. Natürlich im Schießstand Waakhauen am Samstag, 17.09.2011, 13:30 Uhr.
30.04.2011
Jägerprüfung 2011: Hätten Sie's gewusst?

Bericht im Osterholzer Kreisblatt 04.05.2011 S. 4

Bericht im Osterholzer Anzeiger 08.05.2011 S. 6
Die Jägerprüfung 2011 ist am 29.04.2011 zuende gegangen. Auch mit Bestimmungsaufgaben. Ganz schön knifflig. Guck selbst:






18.03.2011
Warum es sich lohnt,
die Jungjägerausbildung in der Jägerschaft Osterholz e.V. zu machen
Ganz einfach, weil es hier das Rundumsorglospaket gibt. Und das Meiste ist im Preis von 800 € enthalten.
Doch der Reihe nach.
Wir bieten eine umfassende theoretische und praktische Ausbildung zum Jungjäger/In. Der Kursus beginnt Mitte September und endet Mitte -Ende April.
Der Unterricht findet Dienstag und Donnerstag von 19:30-21:30/22::00 Uhr statt. Dazu kommen dann noch viele Samstage mit vier bis sechs Stunden Blockunterricht und ab Ende Januar das samstägliche Schießen. An acht Sonntagen gibt es Reviergänge, mit diversen Themen. Z.B. jagdliche Einrichtungen, Spurensuche, Brunftbeobachtung und mehr.
Zusätzlich haben die Teilnehmer die Möglichkeit an mehreren Jagden teilzunehmen und so die Theorie in die Praxis umzusetzen. Weitere Aktivitäten sind zum Beispiel Fallenlehrgang, Jägerball und ein Naturschutzprojekt. Dieses Jahr stand die Entkusselung des Heilsmoors auf dem Programm.
Im theoretischen Unterricht werden umfassende Kenntnisse in Wildtierkunde, Waffenkunde , Handhabung, Jagdrecht und verwandtes Recht, Wildbrethygiene, Brauchtum, Jagdbetrieb, Naturschutz, Hege und Hundewesen vermittelt. Da kommen rund 120 Zeitstunden zusammen !
Im praktischen Schießen werden folgende Fächer unterrichtet und geprüft.
Skeetschießen auf Tontauben ,Büchsenschuss auf den stehenden Rehbock. Sichere Handhabung der vorhandenen Jägerschaftseigenen Waffen, sowie Patronenkunde. Desweiteren werden Grundkenntnisse im Kurzwaffenschiessen vermittelt.
Bei Teilnahme an den Jagden haben alle Kursteilnehmer/Innen ausreichend Gelegenheit das fachkundige Aufbrechen und Versorgen des erlegten Wildes zu üben.
In der Kursgebühr enthalten sind fast alle Lehrmaterialien.
Zusätzliche Kosten fallen für die Benutzung des Schießstandes, Patronen,
Verpflegung und die Prüfungsgebühr an.
Im aktuellen Kursus lassen sich 16 Männer und Frauen ausbilden.
Ich wünsche allen Waidmannheil für die bevorstehende Prüfung.
Dagmar Kunze- Lehrgangsleiterin
03.02.2011
"Die Angst vorm ersten Schuss"
"Sie ziehen los, wenn andere noch schlafen - und töten Tiere. Jenny Stolz, 25, und Daniel Kuhn, 19, sind Jungjäger, sie dürfen auf Tiere schießen, weil sie das 'Grüne Abitur' bestanden haben. Die Prüfung ist schwierig, manche behaupten: Kniffliger als jeder Schulabschluss. "
Beachte den Artikel und die aufgeregte Diskussion bei Spiegel-Online.
16.01.2011
Entkusseln im Heilsmoor
Am Sonntag, den 16.01.2011, stand für die 17 Teilnehmer des laufenden Jungjäger-kurses eine sehr spannende Exkursion auf dem Lehrplan! Roger Varrelmann, seit April 2010 Jagdpächter im landkreiseigenen Jagdbezirk „Heilsmoor“, hatte gemeinsam mit dem Landkreis Osterholz und dem NABU Hambergen in sein Revier eingeladen.
Um 9:00 Uhr trafen sich vier Jungjägeranwärter (!) aus dem laufenden Kurs (von 17), 6 Jungjäger aus den letzten beiden Kursen sowie Heiko Ehing und Kirsten Wellmann am Wasserwerk in Wallhöfen. Nach der Begrüßung durch Roger Varrelmann ging es dann direkt ins Heilsmoor. Herbert Springer (vom Naturschutzamt des Landkreises Osterholz) erläuterte neben der Entstehung des Moores viele interessante Dinge rund um das Heilsmoor z.B. dass das Heilsmoor seit 1981 Naturschutzgebiet ist, dass dort seit einigen Jahren wieder Kraniche brüten und dass dort auch der seltene Ziegenmelker zuhause ist. Durch eine „Erdbohrung“ zeigte Herbert Springer, wie das Moor aufgebaut ist und aus welchen unterschiedlichen Schichten es sich zusammensetzt.
Jürgen Röper ergänzte diese Ausführungen. Er erläuterte, dass es nicht ausreicht, das Heilsmoor sich selbst zu überlassen. Da das Moor noch nicht wieder so nass ist und dort keine Bäume und Sträucher wachsen, ist es wichtig, die Moorflächen zu entkusseln. Woher dieser Begriff kommt, ist nicht genau bekannt, man versteht darunter, die Moorflächen von ungewollten Bewuchs zu befreien. [Siehe auch Wikipedia: Entkusselung]
Auch die Jäger haben sich an diesem Tag an der Entkusselung des Heilsmoores beteiligt. Es reicht nicht aus, Birken und Kiefern, die dem Moor Wasser entziehen, zu kappen. Es ist genauso wichtig, dass Pflanzenmaterial aus dem Moor zu entfernen, damit durch das Verrotten nicht unnötig viele Nährstoffe eingetragen werden.
Nachdem ein großer Haufen Sträucher, Büsche und Bäume zusammengekommen war, gab es zum Abschluss diesen informativen und arbeitsreichen Tages Bratwurst zu Stärkung. Frank Jäger zeigte, dass er auch am Grill eine gute Figur macht.
Kirsten Wellmann

Lies im Osterholzer Kreisblatt 19.01.2011 S 3 und im Hamme-Report vom 26.01.2011